Wie wird’s gemacht…

Winter

Im Winter werden die Pflanzen zurückgeschnitten und angebunden.
Minikiwis sind - im Gegensatz zu Ihren großen Verwandten - eigentlich sehr kälteverträglich. Die bei uns manchmal vorkommenenden -17, -18 Grad sind kein Problem

Spätfrost

Nur Spätfröste - meist Frühmorgens ein paar Stunden unter 0 Grad wenn es zuvor schon länger warm war und die Pflanzen bereits ins neue Jahr gestartet sind - mögen sie gar nicht.

Wenn es soweit ist, versuchen wir mittels Frostberegnung die Temperatur an der Pflanze über dem Gefrierpunkt zu halten - manchmal funktionierts, manchmal leider nicht

Frühling

Jetzt geht es so richtig los!

Um die flachen Wurzeln der Minikiwis eher nach unten zu erziehen, und das “vergrasen” in der Reihe möglichst zu vermeiden, fräsen wir - nur wenige Zentimeter tief - mit einer schmalen Fräse entlang der Pflanzen. Dieser Bereich wird dann mit einer vielfältige Begrünungsmischung eingesät. Der Bereich rund um die Stämme wird anschließend noch mit einer Mulchschicht abgedeckt, um einen Schutz gegen die zu starke Erhitzung durch die Sonne zu erreichen. Das kann einerseits mit sehr strohreichem Pferde oder Eselmist - das ist in dem Fall auch gleich die Düngung - , oder aber auch mal mit Hackschnitzel oder Miscanthus aus der Region passieren.
Wie so oft in der Landwirtschaft: je nach Wetter und Verfügbarkeit;-)

Nachdem der Bewuchs zwischen den Reihen doch auch Wasserkonkurrenz zu den Minikiwiwurzeln ist, mähen wir mehrmals im Jahr, um den Bewuchs nicht zu hoch werden zu lassen. Wenn die Witterung passt, versuchen wir auch in diesem Bereich eine vielfältige Mischung aus unterschiedlichsten Begrünungspflanzen zu etablieren.

Mit dem aufspannen des Hagelnetzes sind wir dann fürs erste fertig.

Blütezeit

Die nötigen Insekten für die Befruchtung kommen hoffentlich aus unserer blühenden Hecke, die rund um den Minikiwigarten gepflanzt wurde, oder auch aus der vielfältigen Bodenbedeckung. Zur Ergänzung kommen kurz vor’m Blühbeginn Ende Mai noch extra Hummelvölker zwischen die Pflanzen, damit die Minikiwipflanzen wirklich optimal befruchtet werden, und sich schöne, große Früchte bilden können.

Sommer

Nun geht es darum, die Pflanzen bei trockenem Wetter mittels Tröpfchenbewässerung ausreichend mit Wasser zu versorgen und die rauschiessenden Triebe ein wenig einzukürzen, sowie die Wassertriebe abzubrechen - sonst würde das Ganze recht schnell zu einem undurchdringbaren Dschungel werden.

Herbst

Ab Anfang September wird es schön langsam ernst. Jetzt gilt es, den optimalen Zeitpunkt für die Ernte nicht zu verpassen.

Ernte

Bei uns werden die Minikiwis mitsamt den Fruchtästen von den Pflanzen geschnitten und sofort eingekühlt. Die kleinen Früchte werden dann je nach Bedarf laufend von Hand einzeln von den Fruchtästen geschnitten, durchsortiert und abgepackt.
Vor dem ersten Frost muss dann die letzte Minikiwi im Lager sein, Minusgrade halten die Früchte nicht gut aus.

Im Kühlraum lassen sie sich nach dem einpacken noch einige Wochen lagern und sind dann etwas bis Oktober/Anfang November bei uns und unseren Verkaufspartnern erhältlich.

Ihr könnt die gekauften BioMinikiwis am besten gleich essen, aber auch bei euch im Kühlschrank halten sie noch viele Tage. Sie werden nur immer süßer…